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Das museum FLUXUS+ warnt vor einschneidenden Kürzungen im Kulturbereich und appelliert an die Stadtverordneten

„Mit großem Befremden nehmen wir zur Kenntnis, wie einzelne Stadtverordnete und die Kulturverwaltung dieser Stadt, die Kettensäge an die Kultur anlegen“, äußert der Geschäftsführer des museum FLUXUS+ Tamás Blénessy seine Verwunderung über die aktuellen Diskussionen über die geplanten Einsparungen im Kulturbereich der Landeshauptstadt Potsdam.

„Zuallererst ist es unsere Pflicht, unseren Kolleginnen und Kollegen im Brandenburg Museum für Zukunft, Gegenwart und Geschichte und dem Potsdam Museum beizustehen: Der von der Fraktion BfW in der Stadtverordnetenversammlung beantragte Ausstieg aus der Finanzierung des Brandenburg Museums und die fehlenden Mittel für die Überarbeitung der Dauerausstellung im Potsdam Museum sind ein echtes Armutszeugnis für eine Stadt, die vor nicht allzu langer Zeit noch großspurig Kulturhauptstadt Europas sein wollte“, so Blénessy.

Was aus der Sicht des museum FLUXUS+ ein viel gravierenderer Schritt ist, ist die geplante Kürzung der Projektförderung im Kulturbereich von 290.000 Euro im Jahr 2025 auf 149.000 Euro im laufenden Jahr. „Hier wurde jedes Maß verloren. Ich erinnere daran, dass allein die Studierendenschaft der Universität Potsdam mit ihren 20.000 Mitgliedern in ihren besten Jahren über 60.000 Euro Projektfördermittel zur Verfügung gestellt hat – finanziert aus 10 Euro Studierendenschaftsbeiträgen pro Semester, aus denen auch noch ein eigenes Kulturzentrum betrieben wird.“, so Blénessy aus seiner aktiven Zeit in der studentischen Selbstverwaltung.

Ohne eine Projektförderung, die mit einem sinnvollen Sockelbetrag ausgestattet ist, geht der Stadt ein unglaubliches Innnovationspotenzial verloren. Neue Projekte sind auf diese Projektmittel angewiesen. Sie haben fast nie Budgets, die komfortabel über institutionell geförderte Projekte abgesichert sind. „Welches Innovationspotenzial dort verspielt wird, kann man sich bei uns jedes Jahr in der Ausstellung museumFLUXUS+studis im Sommer ansehen. Gerade junge Künstler*innen, die kaum oder keine Erfahrungen in der Kulturfinanzierung haben, sind auf diese kleinteilige, niedrigschwellige Finanzierung angewiesen. Es kann nicht sein, dass die Landeshauptstadt sich derart aus ihrer Verantwortung zurückziehen möchte.“, mahnt Blénessy weiter an.

Das museum FLUXUS+ appelliert an die Stadtverordneten, sich im Kulturausschuss und bei den Haushaltsbeschlüssen konstruktiv nach Deckungsquellen umzusehen, die sich nicht im Kulturetat oder bei Zuwendungen an sozial Benachteiligte wiederfinden. „Für den sozialen Frieden in der Stadt, ist hier dringend ein grundsätzliches Umdenken erforderlich.“, so Blénessy abschließend.

Für Rückfragen steht Ihnen Tamás Blénessy per eMail unter tb@fluxusplus.de oder telefonisch unter 0331 601089-27 zur Verfügung.

 

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