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Sonderthema im Museum

FLUXUS - Kriegskinder

Soldier (1966, 1983), Emmett Williams

12. September 2020 - 12. März 2021

Verlängert bis 30. Juni 2021!

FLUXUS – Kriegskinder nimmt biografische Aspekte ausgewählter Künstler_innen der Sammlung des museum FLUXUS+ zum Anlass, individuelle Werkentwicklungen zu untersuchen. Keine andere Generation von Künstler_innen ist so sehr von den Geschehnissen des 2. Weltkrieges geprägt, wie jene, die in den 1960er Jahren weltweit zu den Erben der beteiligten Kriegsparteien gehörten. Zunächst als umfangreiche Umhängung der Sammlungsbestände in Ergänzung mit Leihgaben als Themenausstellung konzipiert, findet die Ausstellung nun als Sonderthema ihren Platz in der überarbeiteten Dauerausstellung. Anhand eines Rundganges werden Arbeiten von Mary Bauermeister, Wolf Vostell, Emmett Williams und weiteren Künstler_innen der Fluxus-Bewegung miteinander in Beziehung gesetzt, um dem Besucher das Bild einer Bewegung zu zeigen, welche in der Auseinandersetzung mit sozialen, moralischen und politischen Themen der Nachkriegszeit spezifische Strategien entwickelte. Das Paradox, die Collage, Serialität oder das Flüchtige sind solche Strategien. Auch die veränderte Einstellung zur Qualität hergestellter Objekte und die Überschneidung der Gattungen von bildender Kunst, Musik, Theater und Poesie eröffnen vielschichtige Perspektiven und werden im Kontext gesellschaftlicher Muster gelesen. Letztlich lassen Bezüge zur europäischen Kunstgeschichte erkennen, dass das Thema Krieg und Gewalt seit Jahrhunderten ein Motor künstlerischer Kreativität ist.

Die Ausstellung nimmt Bezug auf das Themenjahr Kulturland Brandenburg 2020 „KRIEG und FRIEDEN. 1945 und die Folgen im Land Brandenburg“. Beteiligte Künstler_innen: Mary Bauermeister, Josef Beuys, Bazon Brock, George Maciunas, Yoko Ono, Dieter Roth, Tomas Schmit, Wolf Vostell, Emmett Williams ua. Begleitend zur Ausstellung erscheint eine Publikation, welche auf den jeweiligen biographischen Bezug der Künstler_innen zum 2. Weltkrieg und Krieg allgemein eingeht. Die Texte führen durch die neu konzipierte Dauerausstellung und laden dazu ein, mit neuem Blickwinkel auf die ‚Kriegskinder’ zu schauen. Textauszüge der Publikation sind für den Mueums-Audioguide aufgearbeitet worden.

Pressemitteilung vom 12.08.2020: FLUXUS - Kriegskinder

Die Publikation FLUXUS-Kriegskinder (Paperback, 94 Seiten, Erscheinungsjahr: 2020) ist online bei Books on Demand, Hugendubel und buecher.de, sowie im museumsshop erhältlich.

 

Lutz Friedel - Grafik/Malerei
Lutz Friedel, Adler © VG Bild Kunst, 2020

Übersicht und Neuerwerbungen der Sammlung

seit 21. November 2020 (ab Wiedereröffnung)
Das museum FLUXUS+ präsentiert bislang nicht gezeigte Arbeiten des im Land Brandenburg lebenden Künstlers Lutz Friedel. Der Maler, Grafiker und Bildhauer wurde 1948 in Leipzig geboren. Mitte der 1980er Jahre reiste er aus der DDR aus. Nach Stationen in Dresden, Leipzig, Frankfurt a.M. und Berlin hat Friedel sein Atelier heute im Havelland.

Nachdem in den vergangenen 12 Jahren einzelne Werkgruppen des Künstlers im museum FLUXUS+ gezeigt wurden, bietet die aktuelle Präsentation einen Querschnitt aus 40 Jahren künstlerischer Produktion. Dadurch bekommt der/die Besucher_in einen Überblick über die Entwicklung der verschiedensten künstlerischen Techniken und Kernthemen, denen sich Friedel in seinem Werk widmet. Eine Auswahl aus den meist mit heiteren Illustrationen versehenen Grüssen an den Sammler Heinrich Liman dokumentiert deren freundschaftliche Beziehung. Das Themenspektrum reicht von Landschaftsstudien über Stillleben bis hin zu Porträts des klassisch ausgebildeten Malers. So befinden sich im ersten Teil des Ausstellungsbereiches Landschaften und Genrebilder, die in den Jahren vor der Maueröffnung das Spannungsfeld zwischen Figürlichkeit und Abstraktion, aber auch zwischen dem Maler, dem Grafiker und Bildhauer Friedel deutlich werden lassen.

Die Umgestaltung der Dauerausstellung bietet Anlass, das museum FLUXUS+ von einer sehr privaten Seite her kennen zu lernen. Den Gründer und Sammler des Museums verbindet eine langjährige Freundschaft zum Künstler, was sich in der Zusammenstellung der Werke widerspiegelt.

Pressemitteilung vom 18.11.2020 - Lutz Friedel - Grafik/Malerei

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