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Paul Schönfelder

Paul Schönfelder

Fremde Vertrautheit / 2025

UNIVERSITÄT DER KÜNSTE BERLIN

 

In meiner künstlerischen Arbeit beschäftige ich mich mit den ambivalenten Verhaltensweisen des Menschen und analysiere, wie unsere individuellen Erfahrungen und Erinnerungen unser gegenwärtiges Handeln beeinflussen. Besonders fasziniert mich die Frage, warum wir häufig entgegen unseren eigenen Erwartungen und Zielsetzungen agieren und wie sich dabei innere Widersprüche und Konflikte offenbaren. Diese Spannungen zwischen bewussten und unbewussten Motiven sind für mich ein zentrales Thema, das ich in meinen Werken erforsche und sichtbar mache. Die eingereichten Arbeiten verbinden fragmentarische Naturformen mit abstrakten Bildräumen: Pflanzenmotive, organische Linien und farbige Flächen überlagern sich, treten in einen Dialog und schaffen eine Atmosphäre, die von Spannung und Bewegung geprägt ist. Die bewusste Komposition der Bildräume ermöglicht es, einen Ort zu schaffen, in dem diese psychologischen und emotionalen Themen existieren und reflektiert werden können.

Meine Malerei ist zugleich Ausdruck meines Wesens und dokumentiert die inneren Prozesse, die mich beschäftige. Die Kompositionen bewegen sich zwischen Ordnung und Auflösung und entstehen in einem offenen, prozesshaften Ansatz: Öl, Acryl, Kohle und Airbrush werden spontan eingesetzt, wobei Spuren, Überlagerungen und Korrekturen sichtbar bleiben und bewusst integriert werden. So entsteht eine visuelle Dokumentation innerer Dynamiken, die ich in Bezug zu gesellschaftlichen Strukturen und kollektiven Verhaltensmustern setze. Ziel meiner Malerei ist es, einen Raum zu schaffen, in dem Betrachter*innen eingeladen werden, sich mit ihren eigenen inneren Widersprüchen und Erfahrungen auseinanderzusetzen.

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