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Sebastian Heiner: C19-Days

Sebastian Heiner: C19-Days

Zeichnung aus "C19-Days" (2020), Sebastian Heiner

Lichtinstallation am museum FLUXUS+

Während des ersten pandemie-bedingten Lockdowns im März 2020 begann der in Berlin lebende Künstler Sebastian Heiner (*1964) mit einer Reihe von Skizzen und Zeichnungen, die sich mit seinen aus der Situation des öffentlichen Lebens resultierenden Gefühlen auseinandersetzen.

Sebastian Heiners C19-Days Sketchbook 2020 enthält 71 Zeichnungen. Aus seinen Schraffuren arbeitet Heiner Figuren heraus, welche an die Form des Virus erinnern, mal personifiziert tanzend, mal hysterisch um sich greifend, mal als Haufen aufgehender Sonnen über einer Landschaft aus Diagrammbergen. Heiner lotet in seinen Corona-Tagebüchern das Spektrum des Zeichnerischen als Ausdruck emotionaler Befindlichkeiten aus: von der stillen Spannung einzelner Bildkonzepte über expressive und lautstarke Kontraste, hin zu düsteren Verdunkelungen sich überlagernder Strichlagen, scheinen sie dem Auf und Ab der Infektionszahlen zu folgen und das Relief einer kollektiven Gesamtgefühlslage zu beschreiben.

Die Präsentation am museum FLUXUS+ steigerte die Haptik und Dramatik der Zeichnungen in das Plastische einer Lichtskulptur, welche die Grenze zwischen dem Innen- und Außenraum des Museums markiert. Ihrer ambivalenten Rolle als Grenze und Tür zum zu dieser Zeit für die Öffentlichkeit geschlossenen Museum wurde die Installation als massiver Lichtblock gerecht, der dem Betrachter von Außen den Anschein vermittelte, dass sich im Innern des Museums das Virus tummelte, welches den Zugang verhinderte.

Pressemitteilung vom 06.01.2021 - Sebastian Heiner: C19-Days

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