Drohnen-Flug im atrium
12.07.2011 15:36
Film über die Vernissage und Performance am 24.06.2011 im museum FLUXUS+
Ben Patterson und Asli Sungu, 3. Inhaberin des Wiesbadener Follow Fluxus Stipendiums, starteten am 24. Juni 2011 ein Experiment. Die Videokünstlerin und der Performancekünstler eröffneten, anlässlich „3 Jahre museum FLUXUS+/ 3 Jahre Follow Fluxus“ im atrium des museum FLUXUS+ ihre gemeinsame Ausstellung.
Ben Patterson, Mitbegründer der Fluxusbewegung, erklärte den Besuchern der Vernissage das Geschehen. Er würde Asli Sungu mit einem Walkie Talkie durch den Raum dirigieren. Asli Sungu habe eine Webcam auf dem Kopf, mit welcher sie auf seinen Befehl hin, einzelne Zuschauer näher betrachten würde. Das entstehende Bild würde dann via Beamer auf eine Wand projiziert werden.
Asli Sungu agiere für ihn als Drohne, als symbolhafte Mischung aus einer Biene und einem unbemannten Militärflugzeug. Trotz der vielfachen Bedeutung des Wortes „Drohne“ zählte an diesem Abend für die Künstler besonders der kommunikative Faktor. Die Künstler und die Zuschauer agierten miteinander während sich Asli Sungu als Auge von Ben Patterson durch den Raum bewegte und mit der Kamera Details der Gäste auf die Projektionsfläche brachte.
Die Ausstellungseröffnung im atrium des museum FLUXUS+ wurde von one hand media Frank Sputh in einem Film dokumentiert und kann bis zum 11. September 2011 im Ausstellungsraum gesehen werden.-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Im atrium des Museums befinden sich nun bis Anfang September Asli Sungus Videowerk „UNVERMEIDBAR“, das alltägliche Missgeschicke darstellt und Arbeiten der Serie "Home Accidents".Unter dem Namen „Blame it on Pittsburgh or Why I became an artist“ ist ein abgedunkelte Raum mit Taschenlampen bis zu erkunden. Die dort aushängenden 18 Plexiglasscheiben erzählen autobiographisch das Leben Ben Pattersons nach und ermöglichen den Anwesenden einen Einblick in den Lebenslauf des Künstlers.
Die Wahl der Bilder und Texte sind das Resultat von Pattersons 60 Lernabschnitten mit einem Wissenschaftler von der Universität von Pittsburgh während seines Aufenthaltes im Pittsburgh Center for the Arts 1991. Der autobiografische Text ist von Hand geschrieben und die Bilder wurden aus dem persönlichen Archiv ausgewählt.
Die Arbeit stellt einen Versuch dar zu verstehen, wie sich die eigene Identität entwickelt.
Der Nutzen einer deutlich nach außen hervorgehobenen Identität ist wohl am besten in der Gestaltung der Kampfkleidung der mittelalterlichen Ritter zu erkennnen. Die Designs auf den Schildern, welche wir heute als Wappen kennen, waren ursprünglich nur dazu gedacht, herauszufinden, wer „Freund oder Feind“ ist. Wer noch kein eigenes Wappen besitzt, hat in der Ausstellung die Möglichkeit sein eigenes Wappen zu kreieren!

