Lutz Friedel
Als Bildhauer und Maler schafft Lutz Friedel seine Werke mit metaphorischer Expressivität. So auch diese Serien von Übermalungen. Auf den Plakaten von Ausstellungen seiner Holzskulpturen in Brandenburg, Hannover, St. Gallen und auf Schloss Burgk erschuf Lutz Friedel Porträts. Die Gesichter sind zum größten Teil die namenhafter Persönlichkeiten, aus Geschichte und Gegenwart - Dichter, Philosophen, Maler, Politiker, Schauspieler. Die Plakate wurden mit Ölfarbe übermalt. Bei einigen Arbeiten schimmert der Holzkopf des Plakats noch durch, auf anderen Porträts ist er durch die neue Figur völlig überdeckt.
Zwei der bis zu mehreren Zentnern schweren Holzköpfe aus dem "Walhall der Nichtse", mit ihren charakterstarken Gesichtszügen, beanspruchen den ihnen gebührenden Raum und faszinieren den Betrachter. Das bevorzugte Eichenholz wurde von Lutz Friedel behauen, gesägt, gebrannt, bemalt und zwar so lange „bis das Holz eine "Seele" hat“.
66 neue Arbeiten des Künstlers Lutz Friedel mit dem Titel "Gegenbilder - Nachbilder" sind seit dem zweiten Jubiläum des museum FLUXUS+ in dessen Ausstellungsräumen zu bewundern. Hierbei handelt es sich um Friedel´s "Selbstportraits zwischen 1635 und 2008", die er in altmeisterlichen Farben auf seine überschüssigen Ausstellungsplakate malte. Gesichter namenhafter Persönlichkeiten blicken uns an - Dichter, Philosophen, Maler, Politiker, Schauspieler. Dabei schimmert Friedel´s Holzkopf vom Ausstellungsplakat noch durch oder man kann z.B. über Rembrandt´s Kopf den Schriftzug "Lutz Friedel" erkennen.
| 1948 | geboren am 16.Juni in Leipzig |
| 1968 - 1970 |
Studium der Malerei an der Hochschule für bildende Künste in Dresden |
| 1970 - 1973 | Studium der Graphik an der Hochschule für Graphik und Buchkunst in Leipzig |
| 1973 - 1977 | Selbständiger Maler in Leipzig und Wismar |
| 1977 - 1980 | Umzug nach Ostberlin, Meisterschüler an der Akademie der Künste Berlin-Ost bei Prof. B. Heisig, Atelier am Pariser Platz |
| 1980 - 1984 | Selbständig in Berlin-Ost |
| 1984 | Übersiedlung nach Frankfurt a.M. |
| 1985 | Umzug nach Berlin-Kreuzberg |
| 1990 | Beginn der plastischen Arbeit zum Thema “Kopf” im Atelier des Holzbildhauers Werner Kratzsch auf Rügen |
| 1992 | Umzug nach Berlin-Prenzlauer Berg |
| 1992 - 1999 | mehrere Studienreisen nach Italien, längere Aufenthalte in Pompeij und auf Sizilien, Besteigung des Stromboli und des Ätna |
| 1994 | Arbeitsstipendium Kulturfond Bonn |
| ab 2000 | Wiederaufnahme der holzplastischen Arbeiten im Atelier im Havelland |




