ASLI SUNGU UND BEN PATTERSON

Ben Patterson, Blame it on Pittsbourgh..., 1991
Ben Patterson, Blame it on Pittsbourgh..., 1991
Asli Sungu und Ben Patterson
3 Jahre museum FLUXUS+ / 3 Jahre Follow Fluxus

Ausstellung  25. Juni – 11. September 2011
Vernissage Freitag, 24. Juni  2011 19.00 Uhr

PRESSEMITTEILUNG

Im atrium des museum FLUXUS+ wurde von Juni bis September 2011 die Sonderausstellung „3 Jahre museum FLUXUS+ / 3 Jahre Follow Fluxus“ gezeigt. Stellvertretend für die Künstler der Fluxus-Bewegung der 60er Jahre, welche in Wiesbaden ihren legendären Anfang hatten, wurde Ben Patterson (*1934 in Pittsburgh, USA; Teilnehmer der Internationalen Festspiele Neuester Musik, 1962, Wiesbaden) eingeladen seine Arbeit „Blame it on Pittsbourgh; or, Why I became an artist.“ zu zeigen.

Asli Sungu
Asli Sungu, Unvermeidbar, 2010, Videostill,  Courtesy: Galerie Lena Brüning
Asli Sungu, Unvermeidbar, 2010, Videostill

Fast ein halbes Jahrhundert später war er es, der mit in der Jury von „Follow Fluxus“ war und die junge Künstlerin Asli Sungu (*1975 in Istanbul, lebt und arbeitet in Berlin) als 3. Stipendiatin auswählte. Vor allem ihre jüngsten Videoarbeiten haben die Jury überzeugt. Die Künstlerin verwendet einfachste Mittel zur Fassung komplexer und universaler Themen. Mit genauem Blick auf Alltagshandlungen werden diese von ihr detailliert analysiert, einer neuen Versuchsanordnung unterworfen und obsessiv weitergetrieben. Asli Sungu zeigt die Videoarbeit UNVERMEIDBAR und Arbeiten der Serie "Home Accidents".  Courtesy: Galerie Lena Brüning


3 Jahre museum FLUXUS+ / 3 Jahre Follow Fluxus

2008 eröffnete das museum FLUXUS+ auf dem Gelände der Schiffbauergasse mit einer großen Festveranstaltung. 50 „little men“ von Emmett Williams kamen und „brachten Fluxus nach Potsdam“. Ben Patterson dirigierte und führte diese bunten, musizierenden Figuren als „Marching Band“ über den Schirrhof. In der Dauerausstellung werden seither Aktionsrelikte, Objekte, Installationen, Collagen,  Assemblagen und vieles mehr gezeigt. Schwerpunkte der Sammlung sind Arbeiten von Wolf Vostell und Werke von verschiedenen Künstlern der Fluxus-Bewegung.  Hierzu zählen auch viele Arbeiten von Ben Patterson.

Ebenfalls 2008 wurde erstmalig das Wiesbadener Stipendium „Follow Fluxus – Fluxus und die Folgen“ vergeben. Ziel ist es, internationale, junge Künstler/Innen zu fördern, die in ihrem Werk die Ideen der Kunstbewegung Fluxus aufgreifen und hierdurch die Kunstströmung lebendig halten. Die Gründung des Stipendiums geht auf die „Fluxus Festspiele Neuester Musik“ zurück, die 1962 in Wiesbaden stattfanden. Während des Arbeitsstipendiums werden den Stipendiaten Wohn- und Studioräume zur Verfügung gestellt. Im Anschluss findet eine Ausstellung statt, zu der eine Publikation erscheint. Veranstalter sind die Stadt Wiesbaden und der Nassauische Kunstverein. Bisherige Stipendiaten waren bisher Emily Wardill, Jimmy Robert und Asli Sungu.

Eingerahmt wird die Gemeinschaftsausstellung durch die Retrospektive „3 Jahre museum FLUXUS+ / 3 Jahre Follow Fluxus“, welche eine Dokumentation des Wiesbadener Stipendiums und der Fluxus-Ausstellungen in Potsdam seit 2008 gibt.

Aufnahmen von der Vernissage

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